Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
der LHAW.DEVELOPMENT GmbH für die Software-as-a-Service-Anwendung „Reichweite" · Stand: Februar 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „Reichweite" (im Folgenden „Dienst" oder „Software"), die zwischen der LHAW.DEVELOPMENT GmbH, Kottenheim (im Folgenden „Anbieter"), und dem Kunden (im Folgenden „Kunde") geschlossen werden.
(2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Der Kunde bestätigt mit der Registrierung, dass er den Dienst im Rahmen seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit nutzt. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.
(3) Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(4) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer angemessenen Ankündigungsfrist von mindestens vier (4) Wochen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail oder innerhalb der Software mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung des Schweigens sowie auf das Widerspruchs- und Kündigungsrecht hinweisen. Widerspricht der Kunde den Änderungen fristgerecht, steht beiden Parteien ein Sonderkündigungsrecht zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die cloudbasierte Software-as-a-Service-Anwendung „Reichweite" zur Nutzung über das Internet bereit. Die Software ermöglicht die Erstellung, Planung und Veröffentlichung von Social-Media-Beiträgen auf Plattformen wie Facebook, Instagram und LinkedIn.
(2) Der Funktionsumfang umfasst insbesondere:
- die KI-gestützte Generierung von Textvorschlägen und Bildern für Social-Media-Beiträge auf Basis der vom Kunden bereitgestellten Unternehmensinformationen,
- die Erstellung von Mediaplänen (Posting-Pläne) über frei wählbare Zeiträume,
- die Bearbeitung und Anpassung generierter Inhalte durch den Kunden,
- die Veröffentlichung von Beiträgen auf verbundenen Social-Media-Konten des Kunden.
(3) Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang jederzeit zu erweitern, zu ändern oder einzelne Funktionen einzustellen. Es besteht kein Anspruch auf dauerhafte Beibehaltung einzelner Funktionen. Wesentliche Funktionseinschränkungen werden dem Kunden mit angemessenem Vorlauf mitgeteilt.
(4) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software zur Nutzung, nicht jedoch einen bestimmten Erfolg. Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Gewähr für die Richtigkeit, Qualität oder Wirksamkeit der KI-generierten Inhalte. Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Reichweite, Follower-Zahlen, Interaktionsraten oder sonstige Werbewirkung. Der Kunde ist für die Prüfung und Freigabe sämtlicher Inhalte vor deren Veröffentlichung selbst verantwortlich.
§ 3 Vertragsabschluss und Registrierung
(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden in der Software und die Bestätigung durch den Anbieter zustande. Mit Abschluss der Registrierung erkennt der Kunde diese AGB an.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Änderungen der Angaben sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
(3) Der Kunde erhält nach der Registrierung persönliche Zugangsdaten. Diese sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten erfolgen.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Für die Nutzung des Dienstes fällt eine Vergütung pro Abrechnungszeitraum (vier Wochen) an, deren Höhe sich aus der jeweils gültigen Preisliste des Anbieters ergibt. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde erklärt sich mit der Zahlungsabwicklung über Stripe einverstanden und akzeptiert dessen Nutzungsbedingungen.
(3) Die Vergütung wird jeweils im Voraus zum Beginn des jeweiligen Abrechnungszeitraums fällig. Die Abbuchung erfolgt automatisch über das vom Kunden hinterlegte Zahlungsmittel.
(4) Im Leistungsumfang enthaltene Nutzungskontingente (z. B. Anzahl der Beiträge, KI-Generierungen oder verbundene Kanäle) gelten jeweils für den laufenden Abrechnungszeitraum. Nicht verbrauchte Kontingente verfallen mit Ablauf des jeweiligen Abrechnungszeitraums ersatzlos und werden nicht in den folgenden Zeitraum übertragen. Ein Anspruch auf Rückerstattung oder Gutschrift für nicht genutzte Kontingente besteht nicht.
(5) Schlägt eine Abbuchung fehl, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software nach einer Nachfrist von sieben (7) Tagen und vorheriger Ankündigung per E-Mail vorübergehend zu sperren, bis die ausstehende Zahlung beglichen ist.
(6) Der Kunde kommt in Verzug, wenn das vereinbarte Zahlungsziel nicht eingehalten wird. Im Falle des Verzuges ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen gemäß § 288 Abs. 2 BGB (derzeit 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz) zu erheben.
(7) Der Kunde ist nicht berechtigt, gegenüber Forderungen des Anbieters aufzurechnen, es sei denn, die Gegenansprüche sind rechtskräftig festgestellt oder unbestritten.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird jeweils für einen Zeitraum von vier (4) Wochen geschlossen (Abrechnungszeitraum). Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils weitere vier (4) Wochen, sofern er nicht vor Ablauf des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt wird.
(2) Beide Parteien können den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Die Kündigung muss vor Ablauf des jeweiligen Abrechnungszeitraums beim Anbieter eingehen. Bereits gezahlte Vergütung für den laufenden Abrechnungszeitraum wird nicht erstattet.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde wesentlich gegen diese AGB verstößt oder trotz Mahnung mit der Zahlung von mindestens zwei (2) Abrechnungszeiträumen in Verzug ist.
(4) Die Kündigung kann über die entsprechende Funktion innerhalb der Software, über das Stripe-Kundenportal oder per E-Mail an den Anbieter erfolgen.
(5) Nach Beendigung des Vertrages wird der Anbieter die Daten des Kunden für einen Zeitraum von dreißig (30) Tagen vorhalten, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, seine Inhalte zu sichern. Der Export von Daten obliegt dem Kunden und hat innerhalb dieser Frist zu erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter ist bemüht, den Dienst mit einer möglichst hohen Verfügbarkeit bereitzustellen. Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit von 97 % im Jahresmittel.
(2) Von der Verfügbarkeitsberechnung ausgenommen sind:
- geplante Wartungsarbeiten, die dem Kunden mit einer Frist von mindestens 48 Stunden angekündigt werden und vorzugsweise außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 8:00 bis 18:00 Uhr MEZ) stattfinden,
- Störungen, die auf höherer Gewalt, Störungen des Internets oder der Infrastruktur Dritter (insbesondere Meta, LinkedIn, Hosting-Provider) beruhen,
- Störungen, die durch den Kunden oder durch von ihm eingesetzte Hard- oder Software verursacht werden.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst vorübergehend einzuschränken, wenn dies zur Sicherheit des Betriebs, zur Aufrechterhaltung der Netzintegrität oder zur Durchführung technischer Maßnahmen erforderlich ist.
(4) Ein Anspruch auf Schadensersatz oder Minderung der Vergütung wegen vorübergehender Nichtverfügbarkeit besteht nicht, sofern die zugesicherte Verfügbarkeit eingehalten wird.
(5) Der Anbieter bietet Support per E-Mail an. Es besteht kein Anspruch auf telefonischen Support, persönliche Beratung oder die Einhaltung bestimmter Reaktions- oder Lösungszeiten.
§ 7 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, den Dienst bestimmungsgemäß zu nutzen.
(2) Die Software selbst, einschließlich aller zugrundeliegenden Algorithmen, Designs, Marken und Dokumentationen, bleibt geistiges Eigentum des Anbieters. Dem Kunden werden über die Nutzung hinaus keine Rechte an der Software eingeräumt.
(3) An den durch die Software generierten Inhalten (Texte, Bilder) räumt der Anbieter dem Kunden mit Veröffentlichung oder Download ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht für seine eigenen geschäftlichen Zwecke ein, soweit dem Anbieter solche Rechte zustehen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die urheberrechtliche Schutzfähigkeit der KI-generierten Inhalte, für deren Einzigartigkeit oder für die Freiheit von Rechten Dritter.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen.
(2) Dem Kunden ist es insbesondere untersagt:
- den Dienst für die Erstellung oder Verbreitung rechtswidriger, beleidigender, diskriminierender oder irreführender Inhalte zu verwenden,
- die Software oder Teile davon zu dekompilieren, zu disassemblieren, zurückzuentwickeln oder in sonstiger Weise deren Quellcode zu ermitteln,
- die Software zu kopieren, zu vervielfältigen, zu vermieten, zu verleasen oder Dritten zugänglich zu machen,
- Sicherheitsmechanismen der Software zu umgehen oder dies zu versuchen,
- die Infrastruktur des Anbieters durch übermäßige Nutzung, automatisierte Abfragen oder sonstige Maßnahmen zu beeinträchtigen.
(3) Der Kunde ist für die Inhalte, die er über den Dienst erstellt und veröffentlicht, selbst verantwortlich. Er stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden resultieren.
(4) Der Kunde ist verpflichtet, die über den Dienst verbundenen Social-Media-Konten ausschließlich mit gültiger Berechtigung des jeweiligen Kontoinhabers zu verknüpfen.
(5) Wird ein Social-Media-Konto des Kunden durch die jeweilige Plattform gesperrt, eingeschränkt oder gelöscht, trägt der Kunde das alleinige Risiko.
§ 9 KI-generierte Inhalte
(1) Die Software nutzt Dienste von Drittanbietern zur KI-gestützten Generierung von Inhalten. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder rechtliche Unbedenklichkeit der KI-generierten Inhalte.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung auf ihre Richtigkeit, Angemessenheit und rechtliche Zulässigkeit zu überprüfen. Die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte liegt ausschließlich beim Kunden.
(3) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die dem Kunden oder Dritten durch die Nutzung oder Veröffentlichung KI-generierter Inhalte entstehen, insbesondere nicht für Ansprüche wegen Verletzung von Urheber-, Marken-, Wettbewerbs- oder Persönlichkeitsrechten.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung des Anbieters ist pro Vertragsjahr auf den höheren der folgenden Beträge begrenzt: die Höhe der vom Kunden in den letzten zwölf (12) Monaten gezahlten Vergütung oder einen Betrag von 1.000 €.
(4) Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien durch den Kunden entstanden wäre.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(6) Insbesondere haftet der Anbieter nicht für Störungen, Einschränkungen oder Änderungen der APIs von Drittanbietern (z. B. Meta, LinkedIn), die die Funktionalität des Dienstes beeinträchtigen.
§ 11 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
(2) Einzelheiten zur Datenverarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter reichweite.app/datenschutz.
(3) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien bei Vertragsschluss einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist unter reichweite.app/avv abrufbar und wird mit Registrierung Vertragsbestandteil.
§ 12 Vertraulichkeit
(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsanbahnung und -durchführung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
(2) Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrages fort.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textformerfordernisses.
(5) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
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